Expertenbefragung zur Grünen Architektur der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik: Priorisierung, räumliche Verteilung und Vergütung von flächenbezogenen Agrarumweltleistungen in der EU

Gezielte Fokussierung auf ökologische Hot-Spots oder Sicherstellung einer flächendeckenden Mindestausstattung mit Umweltleistungen? Bei der Gestaltung ihrer Grünen Architektur in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 können die Mitgliedstaaten für die Vergütung von Agrarumweltleistungen auch über den Ausgleich von Einkommensverlusten hinaus Zahlungen leisten. Die Mitgliedstaaten können durch diese einkommenswirksamen Zahlungen die räumliche Verteilung der Maßnahmen in die Breite tragen und ein flächendeckendes Mindestniveau für die Bereitstellung von Umweltleistungen anstreben. Sie können sich in der Förderung aber auch auf einzelne "Hot-Spots" konzentrieren. Um eine zielgerichtete Strategie zu entwickeln, muss jeder Mitgliedstaat u. a. die folgenden Fragen klären: Tritt ein Umweltproblem räumlich eher lokal/regional konzentriert auf oder ist es im gesamten Mitgliedstaat verbreitet? Welche Wirksamkeit sollten die Umweltmaßnahmen im Mitgliedstaat pro Hektar haben? Welcher Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche des Mitgliedstaates wird für Umweltmaßnahmen angestrebt? Wie hoch sollte die Einkommenswirkung für die Landwirt*innen sein?

Um Antworten auf diese Fragen geben zu können, interessieren uns Ihre Einschätzungen als Expertin oder Experte aus dem Themenfeld Landwirtschaft und Umwelt in Europa (vorwiegend aus der Wissenschaft). Für die Beantwortung sollten Sie 20-30 Minuten einplanen.

Bitte nutzen Sie den folgenden Link, um an der Befragung teilzunehmen: umfrage.agecon-ti.de/index.php/395942

Hintergrund der Befragung: Nach der Veröffentlichung des Artikels "Action needed for the EU Common Agricultural Policy to adress sustainable challenges" (https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/pan3.10080) haben die beteiligten Wissenschaftler*innen Gespräche mit der EU-Kommission geführt. Um detaillierte Erkenntnisse zu den Gestaltungsmöglichkeiten der Grünen Architektur in den Mitgliedstaaten zu gewinnen, wurden anschließend Workshops mit GAP-Expert*innen aus Wissenschaftseinrichtungen in 13 Mitgliedstaaten durchgeführt (Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Schweden, Slowenien, Slowakei, Spanien und Zypern). Näheres zu diesem Prozess finden sie hier: www.idiv.de/en/cap-scientists-statement.html. Verantwortlich waren hierfür Dr. Guy Peer (UFZ/idiv), Maren Birkenstock, Dr. Nobert Röder (beide Thünen-Institut für Ländliche Räume) und Prof. Dr. Sebastian Lakner (Universität Rostock). Im Anschluss an diese Workshops wurde den Workshopteilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben, in unserer Online-Expertenbefragung ihre individuelle Expertise zur Ausgestaltung der Grünen Architektur der künftigen Agrarpolitik einzubringen. Um die Expertise von noch mehr Expert*innen in unsere wissenschaftliche Analyse einfließen lassen zu können, hoffen wir auf Ihre Beteiligung an unserer Befragung.

Die Befragung wird zudem von Maren Birkenstock im Rahmen ihres Promotionsvorhabens ausgewertet werden. Bisher nahmen an der Umfrage bereits Expert*innen aus 16 EU-Mitgliedstaaten teil.

Kontaktinformation:

Wenn Sie Fragen zu dieser Befragung haben, wenden Sie sich gerne an:
Maren Birkenstock M.Sc.
E-Mail: maren.birkenstock@thuenen.de

Thünen-Institut für Ländliche Räume
des Johann Heinrich von Thünen-Institut,
Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
Institute of Rural Studies of the Johann Heinrich von Thünen-Institute,
Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries
Bundesallee 64
D-38116 Braunschweig

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