25 Jahre EU-Mitgliedschaft Österreichs – der Agrarsektor und die Lebensmittelwirtschaft im Gemeinsamen Markt

Franz Sinabell

Bei der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ist mein Policy Brief "25 Jahre EU-Mitgliedschaft Österreichs – der Agrarsektor und die Lebensmittelwirtschaft im Gemeinsamen Markt" erschienen. 

Das PDF kann von der Seite der ÖGfE heruntergeladen werden.

Für eilige Leserinnen und Leser:

Handlungsempfehlungen

  1. Eine zukunftsorientierte Strategie muss die Chancen zur Erschließung neuer Märkte sowie Absatzwege ergreifen und gleichzeitig Instrumente zur Abfederung von Schwächen aktiv nutzen.
  2. Die österreichische Gesellschaft hat eine tief verankerte Sympathie für die Landwirtschaft. Das hohe Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit muss durch weitere Anstrengungen zur Qualitätsverbesserung und ständige Neujustierung erhalten sowie vertieft werden.
  3. Mit der 2018 initiierten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wird den Mitgliedsländern ein größerer Spielraum eingeräumt. Dieser sollte genutzt werden, bisherige Defizite abzubauen und der Gesellschaft einen Mehrwert zu liefern.

Zusammenfassung

Die Übernahme der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 1995 war mit einem Sprung ins kalte Wasser vergleichbar, wobei noch während des Sprungs nicht klar war, wie tief das Wasser denn sein werde. Es war offensichtlich, dass binnen kurzer Zeit Anpassungsschritte nötig sein würden, für die andere Länder mehrere Jahre Zeit hatten. Es war unsicher, ob diese bewältigt werden könnten. Die Ungewissheit war der Nährboden großer Befürchtungen und die Agrarpolitik steuerte mit gezielten Instrumenten dagegen. Da in Österreich, einem Land mit relativ hohem Einkommen, bereits viele Anforderungen an die Landwirtschaft etabliert waren, die in anderen Ländern erst später vollzogen wurden, gelang es überraschend gut, auf dem Gemeinsamen Markt Fuß zu fassen. Heute produziert die österreichische Landwirtschaft unter Bedingungen des Weltmarkts hochwertige Güter, die in ganz Europa Absatz finden. Die im globalen Maßstab kleinstrukturierte Lebensmittelwirtschaft und -industrie ist sehr leistungsfähig, da sie nicht nur den Heimmarkt im Blick hat, sondern auch auf den Weltmarkt ausgerichtet ist.

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